Current Exhibition


August Macke and His House
Expansion and Collection

30 October 2015 – 1 May 2016


As early as 1903, the year when August Macke and wife-to-be Elisabeth first met, the artist was a regular visitor to Bornheimer Strasse in the north of Bonn, first at the home of his parents-in-law, the Gerhardt's at number 98, and then as of 1911 in the house next door - today's August Macke House - where he lived with his family until called up on 1 August 1914 to serve in the first World War.


Von seinen Künstlerfreunden wurde Helmuth Macke hochgeschätzt. In seiner Heimatstadt Krefeld war er durch seinen Lehrer Johan Thorn Prikker und das fortschrittliche Ausstellungsprogramm des Krefelder Museums früh mit den modernen Kunstströmungen vertraut. Seinen Kommilitonen Heinrich Campendonk und Wilhelm Wieger blieb er zeitlebens verbunden, ebenso dem väterlichen Freund Heinrich Nauen.

August Macke: Helmuth Macke, 1909, Bleistift, Kohle, Tuschfeder, Kunstmuseum Bonn, Leihgabe aus Privatbesitz © Foto: Reni Hansen
Helmuth Macke: Heuhocken in Sindelsdorf, um 1910, Tempera auf Pappe, Privatbesitz


In intensivem Austausch war er mit seinem Vetter August Macke und befreundete sich während des einjährigen Aufenthalts in München und Umgebung mit Franz und Maria Marc sowie den Akteuren der Münchener Kunstszene im Umkreis der Neuen Künstlervereinigung und des Blauen Reiters. Wenig später tauchte er in Berlin in den Kreis der Künstlergruppe Brücke ein. Vor allem mit Erich Heckel hatte er engen Kontakt, Karl Schmidt-Rottluff wurde später sein Trauzeuge. »Sie gehörten alle zueinander: Franz, August und Helmuth, und wenn man an den einen denkt, denkt man an sie Alle, an ihre Freundschaft und Gemeinschaft, an ihre Wünsche und Ziele«, so formuliert Elisabeth Erdmann-Macke, die Witwe August Mackes, ihre Erinnerung an eine aufregende Zeit.


Helmuth Macke: Zwei Reiter im Park, 1914, Öl auf Pappe, Kunstmuseum Ahlen, Leihgabe aus Privatbesitz © Foto: Katharina Kirsch
Gabriele Münter: Schneelandschaft, 1909, Märkisches Museum Witten © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Claus-Michael Schildroth
Alexej von Jawlensky: Blaue Berge (Landschaft mit gelbem Schornstein), 1912, Museum Wiesbaden © Foto: Bernd Fickert


Helmuth Macke hat ein eigenständiges, ausdrucksstarkes Werk geschaffen, expressives Landschaften, Porträts und Stillleben gemalt. Und doch ist er, der jüngste in diesem Kreis, beinahe in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf den Künstler, beleuchtet seine Persönlichkeit und seinen Werdegang im künstlerischen Dialog, unter anderem mit Heinrich Campendonk, Wilhelm Wieger, Heinrich und Marie Nauen, August Macke, Franz und Maria Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Max Pechstein und Hans Thuar.

Vom frühen Werk, in dem sich auf faszinierend experimentelle Weise die expressionistische Phase ankündigt, geht der Blick auf die 1920er Jahre mit einer reifen, sich später zum Lyrischen wendenden Werkgruppe von Gemälden und Aquarellen. Abgerundet wird die Präsentation durch die auf Reisen entstandenen Bilder sowie die Werke der letzten Jahre aus Hemmenhofen am Bodensee, wo sich in den 1930er Jahren eine Kunstszene des inneren Exils entwickelte. 


Helmuth Mackes Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen im Kontext mit seinen kunsthandwerklichen Arbeiten eröffnen die Sicht auf ein ebenso faszinierendes wie vielfältiges Werk, darunter bisher noch nie gezeigte Arbeiten. Erstmals wird im Rahmen dieser Ausstellungstournee ein von Helmuth Macke eigenhändig bemaltes achtteiliges Schlafzimmer-Ensemble museal präsentiert.

Ein reich bebildertes Buch, herausgegeben von Ina Ewers-Schultz und erschienen im Wienand-Verlag in Köln, dokumentiert das Schaffen des Künstlers. 25,00 Euro an der Museumskasse.

Helmuth Macke: Porträt Grete Hagemann, (Frau Hoff), 1920, Öl auf Leinwand, Privatbesitz © Foto: Katharina Kirsch
Helmuth Macke: Karussell am Rheinufer, 1924, Öl auf Leinwand, Kunstmuseen Krefeld © Foto: Volker Döhne
Helmuth Macke: Schrank eines achtteiligen Schlafzimmer-Ensembles, 1928 © Artax Kunsthandel KG


Förderer der Ausstellung: