Vorschau


Plakat: Benjamin Badock

12. April – 15. September 2019

GRATWANDERUNG
Expressionistische Holz- und
Linolschnitte aus der Sammlung
des Museum August Macke Haus
 

im Dialog mit Benjamin Badock,
Christiane Baumgartner, Gabriela Jolowicz,
Christoph Ruckhäberle, Tal R, Gert & Uwe Tobias, Barthélémey Toguo, Georg Winter

Mit dem Holz- und Linolschnitt wird ein Medium ins Zentrum gerückt, das sich zutiefst mit dem Expressionismus verbindet und heute eine Renaissance erfährt. Werke von Augst Macke, Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Ewald Mataré bis hin zu Fifi Kreutzer werden mit zeitgenössischen international renommierten Künstlerinnen und Künstlern des Holz- und Linolschnittes in einen spannungsvollen Dialog treten. Der Brückenschlag vom Expressionismus in die Gegenwartskunst vermittelt spannende Einblicke in den Wandel der Kunst und ihrer Auffassung, wie er sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen vollzogen hat. Von eher kleinformatigen, flächigen und durchaus noch traditionsgebundenen Arbeiten hat sich der Holz- und Linolschnitt heute zu einem vielgestaltigen und oft farbintensiven künstlerischen Medium entwickelt, das oft auch beeindruckende räumliche Dimensionen annimmt.

August Macke, Begrüßung, 1912, Linolschnitt, Museum August Macke Haus

Die Zusammenarbeit mit dem Lubok-Verlag des Leipziger Künstlers und Professors der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Christoph Ruckhäberle zur Kataloggestaltung setzt die Tradition des Künstler-Almanachs der Expressionisten fort. Auch mit der Gestaltung eines Originaldruckes als Ausstellungsplakat durch den Leipziger Künstler Benjamin Badock greift die Ausstellung expressionistische Traditionen auf. Ob der Almanach Tal Rs, den er in eine historische Sammlung von Frühstücksbrettchen schneidet, oder Ruckhäberles in Holz geschnittene Tapete, die Reminiszenz an die Vorreiter der Moderne ist allenthalben spürbar. Und doch hat sich der Umgang mit dem Medium radikal verändert.

Kuratorinnen: Dr. Ina Ewers-Schultz und Dr. Birgit Kulmer