August Macke Haus


Das August Macke Haus Bonn ist das ehemalige Wohn- und Atelierhaus von August Macke. Hier lebte der Künstler mit seiner Familie von Anfang 1911 bis August 1914.

Bonn war seit der Übersiedlung der Familie Macke im Jahre 1900 Lebensmittelpunkt von August Macke. Hier hatten er und seine spätere Frau Elisabeth sich 1903 noch zu Schulzeiten kennengelernt und hier ist August Macke auch zu dem bekannten Künstler herangereift als den man ihn weithin kennt.

Als das junge Paar mit dem kleinen Sohn Walter im Herbst 1910 aus Tegernsee zurückkam, stellte Elisabeths Familie ihnen das spätklassizistische Haus an der Bornheimer Straße als neues Domizil zur Verfügung. Es befand sich damals am Bonner Stadtrand und war auf dem großen Firmengelände der Gerhardts gelegen. 

Das Dachgeschoss wurde nach den Plänen von August Macke als Atelier ausgebaut. Hier empfing er seine Künstlerfreunde, darunter Robert Delaunay, Max Ernst und Franz Marc. 

August Mackes bekannteste Gemälde entstanden hier, ebenso zahlreiche Bilder, die den Blick aus dem Fenster auf den großen Garten und die unmittelbare Bonner Umgebung festhielten, zudem plastische Arbeiten und kunstgewerbliche Entwürfe. Gemeinsam mit Franz Marc malte August Macke im Herbst 1912 das 4 x 2 Meter messende programmatische Bild ›Paradies‹ auf eine Wand im Atelier.

Durch bürgerschaftliches Engagement ist das August Macke Haus erhalten und seit 1991 als Museum und Ausstellungsstätte der Öffentlichkeit zugänglich, betrieben vom Verein August Macke Haus e.V. und getragen von der Stiftung August Macke Haus der Sparkasse in Bonn.


Die neue Dauerausstellung

In Rahmen der von Dr. Klara Drenker-Nagels konzipierten inhaltlichen und baulichen Erweiterung des Hauses zum Museum August Macke Haus wurde in den intimen Räumen des ehemaligen Wohn- und Atelierhauses eine von Dr. Ina Ewers-Schultz und Matthias Arndt, Arndt & Seelig Kommunikationsdesign, entwickelte und gestaltete Dauerausstellung zu August Macke eingerichtet und im Dezember 2017 wiedereröffnet.

Am Originalschauplatz erzählt und vermittelt sie die faszinierende Geschichte des Lebens von August Macke, seiner Familie, seiner künstlerischen Entwicklung und seiner kulturpolitischen Aktivitäten vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Wilhelminischen Kaiserreiches.

Die Gäste können hier, umgeben von zahlreichen Werken August Mackes, in die häuslich-private Atmosphäre einer bedeutenden Künstlerfamilie eintauchen und die aufregende Zeit kultureller Umbrüche und radikal veränderter Kunstauffassungen im Fin de Siècle erleben – mit Unterstützung moderner Medien- und Präsentationstechnik.

Behutsam wurden die ehemaligen Wohnräume im ersten Obergeschoss des Hauses inszeniert. Die verbleibenden Räume kreisen um unterschiedliche Themen zu Leben und Werk des so vielfältig begabten Künstlers und Kunstvermittlers.