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Marta
Worringer
"meiner Arbeit mehr denn je verfallen"
Retrospektive
Ausstellungsdauer:
18. November 2001 - 03.März 2002
Die
bildende Künstlerin Marta Worringer (1881-1965) hat in mehr als 65
Jahren ein umfangreiches Oeuvre geschaffen. Erstmals präsentiert
das August Macke Haus in einer umfassenden Werkschau Arbeiten aus allen
Schaffensperioden dieser heute kaum noch bekannten Künstlerin, die
von 1914 bis 1928 mit ihrem Mann, dem bedeutenden Kunsthistoriker Wilhelm
Worringer, und den drei Töchtern in Bonn lebte. Gezeigt werden etwa
65 Zeichnungen, Graphiken, Gemälde und Buchillustrationen sowie 10
Seidenstickereien. Die ausgewählten Exponate stammen überwiegend
aus dem 1998 dem August Macke Haus übereigneten Nachlass von Lucinde
Sternberg-Worringer, der jüngsten Tochter von Marta Worringer. Dazu
kommen markante Beispiele aus Museums- und Privatbesitz sowie einer weiteren
Schenkung an das August Macke Haus.
Die in Köln
geborene Marta Schmitz besuchte in Düsseldorf und München Kunstschulen
und war in Bern Schülerin von Cuno Amiet. 1911 stellte sie sogar
beim renommierten Pariser Herbstsalon aus. Für die zwanziger Jahre
ist eine kontinuierliche Teilnahme an wichtigen Ausstellungen im Rheinland
belegt. Sie war damals Mitglied in etlichen Künstlervereinigungen
wie etwa "Coelner Sezession", "Gereonsklub" und "Junges
Rheinland". In Königsberg, wo ihr Mann 1928 eine Professur antrat,
erhielt Marta Worringer Gelegenheit, an der dortigen Kunstakademie in
einem eigenen Atelier zu arbeiten. Bis 1941 stellte sie regelmäßig
im Königsberger Kunstverein aus. 1944 gingen sie und ihr Mann kriegsbedingt
nach Berlin. Von 1946 bis 1950 lebten sie in Halle an der Saale, das sie
ein Jahr nach Gründung der DDR verließen. Fortan wohnten sie
in München, wo sie im Jahr 1965 kurz nacheinander starben.

Im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses von Marta Worringer steht
der Mensch. Von herausragender Qualität sind vor allem Darstellungen,
die Menschen in existenzieller Not und Bedrohung zeigen. Nach expressionistisch
geprägten Anfängen wendet sich die Künstlerin ab den dreißiger
Jahren einer eher realistischen Ausdrucksweise zu. Nicht zuletzt weil ein
erheblicher Teil ihrer Werke im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen ist, hat
sie bis heute nicht die ihr gebührende Anerkennung gefunden.
Ziel der Retrospektive ist es, Marta Worringer in die Reihe beachtenswerter
Künstlerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzuordnen.
Ausstellungskuratorin ist die Kunsthistorikerin Dr. Angelika Schmid. Es erscheint
ein Katalog mit Beiträgen von Angelika Schmid, Helga Grebing, Birgit
Eusterschulte, Hanna Wiemer-Enis, Karin Zaugg und Margarethe Jochimsen sowie
einem von der Kuratorin erarbeiteten Werkverzeichnis.
Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.30 - 18 Uhr; Sa, So u. feiertags: 11 - 17 Uhr
Sonntags um 11.30 Uhr kostenlose Führung
Öffnungszeiten:
Di-Fr 14.30-18 Uhr, Sa,So und feiertags 11-17 Uhr, sonntags um 11.30 Uhr kostenlose
Führung. |
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