August Sander - Franz M. Jansen
Rheinlandschaften im Dialog

Ausstellungsdauer:
12. Mai 2002 - 18.August 2002

Rheinlandschaften nehmen im Oeuvre des Kölner Photographen August Sander
(1876-1964) neben seinem umfangreichen Portraitwerk "Menschen des 20.Jahrhunders" eine zentrale Rolle ein. Auch im Schaffen des Malers F.M.Jansen (1885-1958) dominieren Landschaftsdarstellungen. Dabei stellt der Rhein eine bedeutende Thematik dar.

Die Beziehungen zwischen August Sander und F.M.Jansen waren darüber hinaus vielfältig und reichen zumindest in die Mitte der 1910er Jahre zurück. Sander und Jansen kannten sich gut, sie korrespondierten miteinander und verkehrten in sich überschneidenden Freundes- und Künstlerkreisen, darunter die "Gruppe progressiver Künstler" in Köln. In dieser Zeit hat Sander viele Gemälde von F.M.Jansen reproduziert. Schon vor 1917 hat F.M.Jansen im Treppenhaus der Familie Sander in Köln-Lindenthal, durch das die Kundschaft in das Atelier des Photographen gelangte, ein großes Wandgemälde realisiert. Als einer der vertrauten Künstlerfreunde fand ein Porträt Jansens Eingang in Sanders Porträtwerk "Menschen des 20.Jahrhundert" (Gruppe der Künstler).

Die von Anne Ganteführer-Trier und Elisabeth Wynhoff kuratierte Ausstellung, die ca. 60 Fotografien, Zeichnungen, Grafiken und Gemälde umfaßt wie auch der von ihnen erarbeitete Katalog beleuchten das Beziehungsgeflecht zwischen August Sander und F.M.Jansen sowie deren Verwurzelung in der rheinischen Landschaft unter Berücksichtigung bislang unpublizierter Dokumente. Ein Zitat des mit Sander und Jansen gut bekannten Kölner Künstlers Franz Wilhelm Seiwert anläßlich seiner Eröffnungsrede am 30. August 1930 zur Ausstellung der "Rheingruppe" in Düsseldorf am 30.August 1930 beleuchtet dies beispielhaft:

"wir nennen uns die rheingruppe, damit kommt zum ausdruck, dass wir mit dem rhein als landschaft etwas zu tun haben, dass wir nicht aus zufall hier sitzen oder sitzen geblieben sind, sondern dass wir glauben, hier ein kulturpolitische arbeit zu leisten, die wir an keiner anderen stelle der erde besser leisten können, dass zum anderen wir glauben, dass der geist dieser landschaft sich in unserer arbeit einen ausdruck sucht, und dass unsere arbeit für den geist der landschaft zeugnis ablegt."


Öffnungszeiten: Di-Fr 14.30-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-17 Uhr, sonntags um 11.30 Uhr kostenlose Führung.

Abb.1: Sammlung Gerd Sander
(c) Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur, Köln - August Sander Archiv, Köln, VG Bildkunst, Bonn 2002

August Sander
Das Rheintal und die Insel Nonnenwerth
1930

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