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Das
Doppelgesicht der Großstadt
Carlo Mense und die Werkleute auf Haus Nyland
Der
erst 1998 von der LETTER Stiftung in Köln wieder entdeckte Zyklus "Großstadt",
der 1913 von dem Rheinischen Expressionisten Carlo Mense (1886-1965) für
den Dichterbund Werkleute auf Haus Nyland radiert wurde, steht im Mittelpunkt
dieser Ausstellung im August Macke Haus.
Neben Mense sind August Macke, Ludwig Meidner, F.M.Jansen und Ernst Isselmann
mit Werken vertreten.
Ausstellungsdauer:
10. März 2002 - 05.Mai 2002
Begleitende Vorträge
Ein
Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges stellte der in Düsseldorf
lebende Maler Carlo Mense (1886-1965) den Lebensraum dar, der die Umwälzungen
in den Jahrzehnten um 1900 wie kein anderer geprägt hatte: die Großstadt.
Er widmete sich einer Thematik, die auch andere Expressionisten, insbesondere
die in der Metropole Berlin lebenden, beschäftigte. Zwischen der
hymnischen Feier des neuen Stadtmenschen und der apokalyptischen Vision
vom Untergang des neuen Babel versuchten Künstler, das
Erlebnis Großstadt auszuloten.

Carlo Mense bediente sich dabei eines druckgraphischen Zyklus. Angeregt und
herausgegeben wurde Menses Graphikmappe Großstadt (1913)
durch den 1912 gegründeten Künstlerbund der Werkleute auf Haus Nyland,
vor allem durch den Schriftsteller Josef Winckler, der in seinen Eisernen
Sonetten versuchte, den für Deutschland noch neuen Phänomenen
Großstadt und Industrie ein literarisches Gesicht
zu geben.

Ausgehend von der Großstadtmappe Menses, die erst vor kurzem wieder
aufgetaucht und im Besitz der LETTER Stiftung ist, zeigt die Ausstellung,
wie Künstler sich dieser Thematik näherten, d.h. sie bildnerisch
und dichterisch umsetzten. Dabei wird insbesondere das Engagement der Werkleute
auf Haus Nyland gewürdigt. Die Grafikmappe Industrie, die
Ernst Isselmann und Franz M. Jansen, wie Mense Mitglieder dieser Künstlergruppe
1913 schufen, dient dem kontrastreichen Vergleich.
Zeichnungen und Graphiken
anderer Expressionisten wie August Macke, Ludwig Meidner oder Paul A. Seehaus
zeigen exemplarisch, auf welch verschiedene Weisen die Themen Großstadt
und Industrie bearbeitet worden sind.
Die Ausstellung
ist eine Kooperation des Fördervereins Kloster/Schloß Bentlage
e.V. in Rheine, des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte
in Münster und des August Macke Hauses.
Es liegt ein Katalog vor
mit Beiträgen u.a. von Johannes Grave, Klara Drencker-Nagels, Wolfgang
Delseit, Gertrude Cepl-Kaufmann und einem gemeinsamen Vorwort von Klaus Bußmann,
Werner Friedrich und Margarethe Jochimsen.
Mit freundlicher Unterstützung
Ministerium
für Städtebau und Wohnen,
Kultur und Sport des Landes NRW
Begleitende
Vorträge:
Donnerstag,
11. April 2002, 20 Uhr
August Macke zu Gast im
Bonner Kunstverein:
Dr. Wolfgang Delseit (Geschäftsführer der Nyland - Stiftung,
Köln)
"Die Werkleute auf Haus Nyland - eine rheinisch - westfälische Künstlervereinigung"
Eintritt für Nichtmitglieder des Kunstvereins und Vereins August Macke
Haus:
Erwachsene: Euro 2.50
Studenten /Senioren /Schüler: Euro 1.50
Vor dem Vortrag um 18.45 findet eine kostenlose öffentliche Führung
durch die Austellung des August Macke Hauses statt.
Donnerstag, 18. April 2002, 20
Uhr
August Macke zu Gast im Bonner Kunstverein:
Frau Prof.Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann (Professorin für Germanistik
an der Heinrich -Heine -Universität Düsseldorf und Leiterin des
Instituts "Moderne im Rheinland")
"Es summt der Dynamo", Joseph Wincklers Eiserne Sonette Im Kontext
des Expressionismus
Eintritt für Nichtmitglieder des Kunstvereins und Vereins August Macke
Haus:
Erwachsene: Euro 2.50
Studenten /Senioren /Schüler: Euro 1.50
Vor dem Vortrag um 18.45
findet eine kostenlose öffentliche Führung durch die Austellung
des August Macke Hauses statt.
Öffnungszeiten:
Di-Fr 14.30-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-17 Uhr, sonntags um 11.30 Uhr
kostenlose Führung. |
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