| |
 |
 |
 |
 |
 |
Jeanne Mammen
Das symbolistische
Frühwerk
1908 – 1914
Ausstellungsdauer:
03. Februar - 07. Mai 2006 |
|
 |
 |
 |
Die in Berlin geborene und in Paris
aufgewachsene Jeanne Mammen (1890 – 1976), bekannt durch ihre neusachlich-realistischen
Berliner Großstadtszenen mit Darstellungen des selbstbewussten,
erotisch-provokanten und mondänen Frauentyps der 1920er Jahre,
schuf während und unmittelbar nach ihrer Studienzeit in Brüssel
an der Académie Royale des Beaux Arts zwischen 1908 und
1914 eine Reihe von rätselhaft-phantastischen Buchillustrationen,
von denen heute noch rund 50 Blätter überliefert sind.
 |
 |
 |
Jeanne Mammen
FRAU AM KREUZ, um 1908 - 14
Aquarell, Bleistift, Tusche, 31,2 x 23,5 cm
Jeanne-Mammen-Stiftung, Berlin
© Jeanne Mammen, VG Bild-Kunst, Bonn 2006 |
 |
Diese
in Mischtechnik, vorzugsweise Aquarell und Gouache ausgeführten
Arbeiten, die das Fundament ihres späteren berühmten zeichnerischen
Werks bilden, gelten als erste eigenständige Werkphase der jungen
Künstlerin und zeugen von einer für ein Frühwerk ungewöhnlichen
Virtuosität in der Handhabung bildnerischer Mittel.
 |
 |
 |
Jeanne Mammen
© Jeanne Mammen, VG Bild-Kunst, Bonn 2006 |
 |
Einflüsse Moreaus, Redons, Delvilles, Khnopffs, Rops' und Beardsleys
aufnehmend und variierend, schuf Jeanne Mammen einen symbolistischen
Werkkomplex, der Themen der deutschen und westeuropäischen Literatur
( E. T. A. Hoffmann, Brüder Grimm, Oscar Wilde, Gustav Flaubert),
des Alten und Neuen Testaments, der Buddha-Biographie sowie gelegentlich
tagesaktuelle Skandalfälle verarbeitete. Der aus vierzehn Blatt
bestehende „Antonius“-Zyklus bildet darin aufgrund seiner Bildphantasie
und orientalischen Prachtentfaltung eine herausragende, originäre
Gruppe.
 |
 |
 |
Jeanne Mammen - Atelier
© Jeanne Mammen, VG Bild-Kunst, Bonn 2006 |
 |
Das August Macke Haus Bonn präsentiert das symbolistische
Frühwerk Jeanne Mammens nahezu geschlossen vor dem biographischen
Hintergrund der Künstlerin, die nach einem zweijährigen
Studium an der Akademie Julian 1908 in Paris zusammen mit ihrer
Schwester Marie-Louise nach Brüssel ging, um dort ihre Studien
an der Académie Royale des Beaux-Arts fortzusetzen, offensichtlich
in vollem Bewusstsein ihrer zeichnerisch-graphischen Begabung
und ihrer persönlichen bildnerischen Interessen. Sie war
entschlossen, sich entsprechend ihren literarischen Neigungen
in Brüssel bei den Repräsentanten einer symbolistisch-literarischen
Gedankenmalerei, deren wichtigstes Medium die Zeichnung war,
weiter ausbilden zu lassen.
 |
 |
 |
Jeanne Mammen mit ihrer Schwester MarieLouise Folcardy in Brüssel,
um 1910
© Jeanne Mammen, VG Bild-Kunst, Bonn 2006 |
 |
Kuratorin: Dr. Hildegard Reinhardt, Bonn
Zur Ausstellung werden folgende Publikationen angeboten:
Hildegard
Reinhardt, Jeanne Mammen – Das symbolistische Frühwerk
1908 – 1914 „Les Tribulations de l'Artiste“, Jeanne Mammen Gesellschaft
e. V. Berlin 2002 (132 Seiten, 42 Farbtafeln und 18 teils farbige
Abbildungen im Text) 25.- € Lothar Klünner, Jeanne Mammen. 16 Gouachen nach dem Zyklus Gustave Flaubert „La Tentation de Saint Antoine“, Förderverein der Jeanne-Mammen-Stiftung e. V. Berlin 2006
Förderverein Jeanne-Mammen-Stiftung e. V.:
www.jeanne-mammen.de |
 |
|
|
 |
 |
Jeanne-Mammen,
MUSE, um 1908 - 14
Aquarell über Bleistift und Tusche, 28,9 x 20,5 cm
Jeanne-Mammen-Stiftung, Berlin
© Jeanne Mammen, VG Bild-Kunst, Bonn 2006 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
Di - Fr 14.30-18 Uhr,
Sa, So & Feiertags 11-17 Uhr,
Mo geschlossen. |
|
 |
 |
 |
  |
 |
| |
| |
|