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Heinrich Campendonk
Das Kokoschka - Erlebnis
und die Folgen
Ausstellungsdauer:
25.02.2001 - 22.04.2001
Mitte Mai 1912 reiste
Heinrich Campendonk (1889 - 1957), Mitglied der Künstlergruppe
Des Blauen Reiters, auf Einladung von Herwarth Walden, Gründer
der Kulturzeitschrift Der Sturm, nach Berlin. In Waldens Galerie
hatte Campendonk erstmals Gelegenheit, die ihm aus dem Sturm bekannten
Zeichnungen Oskar Kokoschkas (1886 - 1980) aus den Jahren 1910/11
im Original kennenzulernen und auch seine Gemälde.
Aus den stilistischen Spuren dieser Erfahrung, erkennbar etwa an Schraffuren,
Linienführung, Motivbehandlung, grafischen Elementen, kann auf eine Beeinflussung,
wenn nicht gar auf eine kurzzeitige Verwandtschaft zu Kokoschka geschlossen
werden. Ein Aspekt, der in der Campendonk-Forschung bisher völlig unbeachtet
blieb und in der Ausstellung erstmals umfassend behandelt wird. Die Berührung
bezieht sich auf die Wahrnehmung und Sensibilität für die körperliche
und seelische Verletzbarkeit des Individuums und die daraus folgende künstlerische
Umsetzung.

Heinrich Campendonk
Zwei Akte (1913)
In der Ausstellung werden Campendonks Arbeiten dieser kurzen,
die Jahre 1912/13 umfassenden Phase, druckgrafischen und zeichnerischen
Werken Kokoschkas gegenüberstellt, um die temporäre Stilverwandtschaft
zu veranschaulichen.
Ergänzt werden diese mit Exponaten, die die weitere künstlerische Entwicklung
beider Künstler aufzeichnen sollen. Die etwa 60 Leihgaben - Gemälde, Aquarelle,
Zeichnungen, Druckgrafiken, Dokumente - stammen aus bedeutenden öffentlichen
und privaten Sammlungen Deutschlands und der Niederlande. Besonders bemerkenswert
ist, daß selten oder nie öffentlich gezeigte Blätter zu sehen sein werden.
Idee und Konzeption der Ausstellung stammen von Drs. Ron Manheim, Stellvertretender
Direktor des Museums Schloß Moyland.
Kuratorin der Ausstellung ist die Kunsthistorikerin Elisabeth Wynhoff
M.A..
Es erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Herbert Campendonk,
Ron Manheim und Elisabeth Wynhoff sowie Texten von Else Lasker-Schüler
und René Schickele und einem Vorwort von Margarethe Jochimsen.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur des Landes
NRW.
Öffnungszeiten:
Di-Fr 14.30-18 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr, sonntags um 11.30 Uhr kostenlose
Führung. |
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